Warum

gibt es Röbedeuker?

"Schuld" ist eigentlich Karl-Heinz Brand.

„Maat doch ens jet im Karneval, ihr könnt dat doch.“ 

Mit diesen Worten sprach unser langjähriger Freund und guter Kollege Karl-Heinz Brand, Frontmann der Gruppe De Räuber, uns nach einem  der vielen Auftritte, die wir als Party- und Galaband Soundconvoy im Jahr absolvieren, an.

Okay! dachten wir: wenn Kalla meint, mer künne dat, dann maache mer dat.

Ganz so neu war uns als Rheinländer der Karneval ja nicht und die Hits der bekannten Kölner Bands gehörten seit jeher zu unserem Repertoire. Außerdem wurden Titel wie das „Insellied“ von den Rabaue und der Siegertitel der „Närrischen Hitparade 2007“ von „De Fetzer“ von uns produziert.

Jetzt mussten eigene Titel her, Bühnengarderobe musste entworfen, genäht und gefärbt werden und das Wichtigste: das Kind braucht einen Namen.

Da der Großteil der Band aus Neuss und Umgebung stammt, drängte es sich auf, im neu zu suchenden Namen nicht nur dem dort florierenden Rübenanbau augenzwinkernd Respekt zu zollen: es sollte ebenso das Gesamtnaturell der Band – wilde Kerle mit Schalk im Nacken – sowie die musikalische Ausrichtung Berücksichtigung finden:

Röbedeuker war geboren, aber was bedeutet Röbedeuker?

Auszug aus dem Wörterbuch von Prof. Dr. Adam Wrede „Neuer Kölnischer Sprachschatz“, erschienen im Greven Verlag, Köln.

Röb (rö:p) f., -e: Rübe; mhd. ruobe, rüebe,ahd. ruoba, mnd. rove, ndd. röwe, mnl. roeve, ndl. raap; altköln. (14. Jh.) lat. rapa, (15. Jh.) rube, roebe, (16. Jh.) ruepe, roebe, (17. Jh.) Plur. reuben, Sing. röb..........

Deuker, älter Düker m.: mnd. düker, deuker; entstellt aus Düvel, Deuvel, dessen Namen man ungern deutlich aussprach, deshalb absichtlich undeutlich machte, umformte, wie aus etwa noch gebrauchten Flüchen oder ärgerlichen Redensarten zu erkennen ist. Dat soll der Deuker holle! Den Deuker och! Zom Deuker zo! Dat jöck wie der Deuker, so teufelsmäßig stark. Su en Deukersminsch, Teufelsmensch (Frauenzimmer) .... .... ...

Also ganz einfach: Rübenteufel